Flyer


AGONISTISCHE AUTOANTIKÖRPER GEGEN REZEPTOREN
(FlyerDT.pdf)


Agonistische Autoantikörper (agAAK) richten sich gegen zelluläre Rezeptoren, insbesondere gegen solche, die solche, die die Herzfunktion und den Blutdruck regulieren. Die agAAK treten häufig bei Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen wie Dilatativer Kardiomyopathie, therapierefraktärer Hypertonie sowie bei Diabetes Typ 2, Alzheimer und vaskulärer Demenz auf. Bei auffälliger Gefäßbeteiligung ist ein positiver agAAK-Status besonders wahrscheinlich. Dieser wird in speziellen Analyseverfahren abgeklärt. Die Prävalenz der verschiedenen agAAK variiert zwischen 30 und 90%.
Das von der medizinischen Forschung der letzten Jahre nachgewiesene pathologische Potential der agAAK beruht auf einer unphysiologischen
Stimulierung der Rezeptoren und von diesen gesteuerter zellulärer Mechanismen wie der Calciumhomöostase. Wie gezeigt wurde, können therapeutisch verfügbare Rezeptorantagonisten die Wirkung der agAAK zumindest partiell aufheben.
Eine differenzierte Diagnostik der agAAK kann daher Krankheitsrisiken bei bestimmten Patienten aufdecken und zu einer optimierten Therapie beitragen. Eine Therapie mit entsprechenden Rezeptor- und/oder Calciumantagonisten lässt sich hier diagnostisch begründet in Erwägung ziehen. Für die betroffenen Patienten erschließt sich damit bei gegebener Indikationsstellung eine individualisierte, spezifische medikamentöse Therapie, die der Besonderheit antikörpervermittelter Fehlfunktionen von Rezeptoren Rechnung trägt.

Zur Zeit können folgende krankheitsassoziierte Autoantikörper detektiert werden:

- Autoantikörper gegen den β1-adrenergen Rezeptor

- Autoantikörper gegen den β2-adrenergen Rezeptor

- Autoantikörper gegen den α1-adrenergen Rezeptor

- Autoantikörper gegen den muskarinergen M2-Rezeptor

- Autoantikörper gegen den Angiotensin II Typ1-Rezeptor

- Autoantikörper gegen den Endothelin-Rezeptor

- Autoantikörper gegen den PAR-Rezeptor


Damit kann der agAAK-Status folgender Krankheitsbilder untersucht werden:

- DCM, Myokarditis ( β1- & M2-AAK )

- Bluthochdruck ( α1- & AT1- & ET-AAK )

- Diabetes Typ 2 ( α1- & AT1- & ET-AAK )

- Demenzen ( α1- & β2-AAK )

- Transplantationsabstoßung ( α1- & AT1- AAK )

- Dialyse assoziierte Erkrankungen ( α1- & AT1-AAK )

- Glaukom ( β2- AAK )

- Thrombangiitis obliterans TAO ( α1- & ET- & PAR-AAK )

- Posturales orthostatisches Tachykardiesyndrom POTS ( α1- & AT1- & β1- & β2- & M2- & ET- AAK )


Analyseverfahren:

Der Nachweis der agonistischen Autoantikörper findet mit folgenden Analyseverfahren statt:
1. ELISA (nichtfunktionell): Detektion von jeweils einem agAAK
2. BIOASSAY (funktionell): Analyse aller agAAK in der Probe
(Abb.1)
3. CALCIUM (funktionell): Messung des Calcium-Transienten

Abb.1: Computergestützter AAK-Nachweis


Beschaffenheit des Probenmaterials:

Benötigt werden 3-4 ml Serum (Kein Heparin-, EDTA- oder Citratblut!).

Lassen Sie bitte das Vollblut in einer 9 ml Monovette 20 min. koagulieren!
Zentrifugieren Sie die Monovette für 10 min. bei 2000 xg.
Dekantieren Sie das Serum in ein etikettiertes Kryo-Röhrchen.
Lagern Sie die Probe anschließend bei -20°C.


Preis pro Patientenprobe:

200,00 € (zzgl. 19% MwSt)


Versand der Proben:

Nach Absprache lassen wir die Proben durch unseren Spediteur abholen oder wir senden Ihnen eine Versandbox zu.


Anliefung der Proben

nach vorheriger Anmeldung


Anlieferort:

E.R.D.E.-AAK-Diagnostik GmbH
Biomedizinischer Forschungscampus
Berlin-Buch
Haus 55 (OCVH), 4. Etage,
Raum 411/412
Robert-Rössle-Str. 10
13125 Berlin


Ansprechpartner:

Labor/AAK-Bestimmung
Dipl.-Ing. Marion Bimmler
Dipl.-Biol. Petra Hempel
E-Mail: aak.test@aak-diagnostik.de
Tel.: +49 30 9489 2226
Fax: +49 30 9489 2229
Mobil: +49 1607537115