Agonistische Autoantikörper
[agAAK]
Agonistische Autoantikörper [agAAK] richten sich gegen zelluläre Rezeptoren, insbesondere gegen solche, die die Herzfunktion und den Blutdruck regulieren.
Die Agonistische Autoantikörper treten häufig bei Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen wie Dilatativer Kardiomyopathie, therapierefraktärer Hypertonie, POTS, ME-CSF, TAO sowie bei Diabetes Typ 2, Alzheimer und vaskulärer Demenz auf. Seit Beginn der SARSCOV2 Pandemie können wir diese spezielle Gruppe von Autoantikörpern auch bei Menschen mit Post Covid und Post Vacc nachweisen. Die Prävalenz der verschiedenen agAAK variiert je nach Erkrankung zwischen 30 und 90%. Die agonistischen Autoantikörper sind nicht Bestandteil des gesunden Immunsystems. Das von der medizinischen Forschung der letzten Jahre auch in Tiermodellen nachgewiesene pathologische Potential der agAAK beruht auf einer unphysiologischen Stimulierung der Rezeptoren und von diesen gesteuerten zellulären Mechanismen, wie der Calciumhomöostase. Der Mangel an Calcium und Phosphat führt langfristig zu einer Mangel Versorgung der Mitochondrien.
Eine differenzierte Diagnostik der agAAK kann daher Krankheitsrisiken bei bestimmten Patienten aufdecken und zu einer optimierten Therapie beitragen.
Eine Therapie mit entsprechenden Rezeptor- und/oder Calciumantagonisten lässt sich hier diagnostisch begründet in Erwägung ziehen. Für die betroffenen Patienten erschließt sich damit bei gegebener Indikationsstellung eine individualisierte, spezifische medikamentöse Therapie, die der Besonderheit antikörpervermittelter Fehlfunktionen von Rezeptoren Rechnung trägt.
Agonistische Autoantikörper reagieren nicht, wie andere Autoantikörper, auf eine Immunsuppression. Sie sind nur mit spezifischen Antagonisten am Rezeptor ablösbar. Ist eine pharmakologische Intervention nicht möglich, dann können die Autoantikörper nur durch eine Immunadsorption entfernt werden. Dabei ist zu beachten, dass ein entsprechender Adsorber verwendet wird und die Behandlung in erfahrenen Zentren erfolgt.
Gern vermitteln wir Ihnen bei positiven Befunden kompetente Ansprechpartner für eine therapeutische Beratung.